Malawi

Projekt Malawi

Schulbildung statt frühe Heirat

Nur 10 % der Schülerinnen erreichen den Abschluss der Primärschule:

Das malawische Schulsystem besteht aus einer achtjährigen Primärschule und einer vierjährigen Sekundärschule. Für die Primärschule besteht eine Schulpflicht.

Trotz dieser Schulpflicht absolvieren nur ca. die Hälfte aller Kinder die Primärschule.

Besonders hoch ist die Abbruchrate von Mädchen in den ländlichen Regionen kurz vor dem Schulabschluss, in der siebten und achten Klasse. Da ohne Abschluss keine weiterführende Schule besucht werden darf, besuchen als Folge dessen nur ca. 10 % der Mädchen in Malawi eine Sekundarschule.

Vor allem gesellschaftliche Gründe hindern Mädchen oft daran ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen. Sie müssen viel im Haushalt mitarbeiten und sich um jüngere Geschwister kümmern. Zudem sind frühe Heirat und Schwangerschaft sehr verbreitet. Die Hälfte aller Mädchen ist schon vor dem 18. Lebensjahr verheiratet. Damit endet auch für viele dieser Mädchen der Schulbesuch.

 

Das Projekt

Das Projekt wird in der Region Mzuzu im Malawi umgesetzt.

Die Laufzeit ist geplant von Mitte 2014 bis Mitte 2020.

Das Projektbudget soll ca. 300.000 € umfassen.

 

Die Maßnahmen um die Bildungschancen für die Mädchen zu verbessern:

– Vergabe von Stipendien an 25 Schülerinnen aus besonders benachteiligten Familien für den Besuch der Primar- und/oder Sekundarschule

Die Stipendien decken unter anderem die Kosten für Schulgebühren, Schuluniform und Unterrichtsmaterialien sowie für Wohn- und Fahrkosten ab. Die Stipendantinnen leben gemeinsam in einem Mädchenwohnheim und besuchen die lokale Privatschule.

– Schulungen für Schülerinnen und Lehrkräfte zu den Rechten von Mädchen und der Bedeutung von Bildung

Ca. 90 Lehrkräfte nehmen an Fortbildungen teil, in denen sie sich mit der kindgerechten Vermittlung von Gesundheitsthemen, mit Kinderschutz sowie der Bedeutung von Bildung für die kindliche Entwicklung beschäftigen.

– Gründung von Mädchenclubs

In diesen organisieren sich die Schülerinnen der 5 – 8 Klassen, um sich über persönliche Anliegen auszutauschen. Die Mädchen-Clubs werden von zu Mentoren weitergebildeten Lehrkräften betreut.

– Trainings für Mitglieder der bereits bestehenden Schulkomitees

Hier lernen sie, wie sie in ihren Gemeinden auf die Benachteiligung von Mädchen aufmerksam machen und das Thema ansprechen können.

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.